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Energiemarkt · Negativpreis-Schutz

Negative Strompreise: was sie Ihre Anlage kosten

An sonnigen Tagen mit wenig Verbrauch fällt der Börsenstrompreis immer öfter unter null. Läuft Ihre PV-Anlage dann in der Direktvermarktung weiter, speist sie ein, ohne dafür Geld zu bekommen, und je nach Vertrag zahlen Sie sogar drauf.

Was in negativen Stunden passiert

Für Anlagen, die seit dem 25.02.2025 in Betrieb sind, verringert sich der anzulegende Wert in Stunden mit negativem Spotpreis auf null (§ 51 EEG): Die Marktprämie entfällt. Eine Pflicht, die Anlage abzuschalten, gibt es nicht; sie speist weiter ein, wenn niemand sie abregelt.

Der Direktvermarkter regelt nicht von sich aus ab. Viele Standardverträge reichen den Spotpreis durch, auch wenn er negativ ist. Was das für Sie heißt, steht in Ihrem Vertrag.

Ältere Anlagen, die vor dem 25.02.2025 in Betrieb gingen, fallen nicht automatisch unter diese Regel. Für sie gelten je nach Inbetriebnahmejahr ältere Vorgaben; ein freiwilliger Wechsel in die neue Regel ist möglich (§ 100 Abs. 47 EEG). Ob und wie Ihre Anlage betroffen ist, klären wir als Erstes.

Negative Stunden sind keine Ausnahme mehr: Nach Auswertungen für 2025 gab es in Deutschland mehrere hundert davon, mit steigender Tendenz.

Der Negativpreis-Check für Ihre Anlage

Wir rechnen mit echten Spotpreisen der letzten zwölf Monate aus, was negative Preise Ihre Anlage gekostet haben, und zeigen, wie Sie das stoppen. Zum Festpreis, den Sie nach dem Erstgespräch schriftlich bekommen.

  1. 01

    Daten

    Anlagendaten, Inbetriebnahme, Direktvermarktungsvertrag und, wenn vorhanden, die Einspeisewerte der letzten zwölf Monate.

  2. 02

    Auswertung

    Wir legen die Einspeisung neben die stündlichen Spotpreise und rechnen, was die Anlage in negativen Stunden gekostet hat.

  3. 03

    Ergebnis

    Der Betrag für Ihre Anlage, keine Pauschale, und welcher der drei Wege sich bei Ihnen lohnt.

Drei Wege, die Verluste zu begrenzen

  • Direktvermarktungsvertrag prüfen

    Wer trägt negative Preise, gibt es eine Abregelung, wie wird abgerechnet? Passt der Vertrag nicht, ist ein Wechsel des Direktvermarkters zum Monatsanfang möglich, soweit Ihr Vertrag es zulässt.

  • In negativen Stunden abregeln

    Über Wechselrichter oder Parkregler lässt sich die Einspeisung in diesen Stunden zurücknehmen, abgestimmt mit Direktvermarkter und Netzbetreiber.

  • Selbst verbrauchen oder speichern

    Wo vor Ort Verbrauch ist, nimmt der Betrieb oder ein Speicher den Strom in diesen Stunden auf. Bei reiner Einspeisung ohne Verbrauch rechnet sich ein Speicher dafür meist nicht.

Automatische Steuerung

Wir bauen eine Steuerung auf, die Spotpreise und Prognosen auswertet und Anlagen in negativen Stunden gezielt abregelt. Sie läuft derzeit bei Pilotanlagen im Beobachtungsmodus, also ohne echte Schaltungen, und protokolliert, wann sie geschaltet hätte. Kunden sehen das im Portal. Den Regelbetrieb nehmen wir erst auf, wenn er mit Direktvermarkter und Netzbetreiber abgestimmt ist.

Passend dazu: Speicher + PV · Wartung & Betriebsführung

Wie viel kosten negative Preise Ihre Anlage? Wir rechnen es mit Ihren Daten aus.